Hannah Höchs Reisen nach Paris: 1924/25 – 1959 – 1963 – 1976 – mit Prof. Dr. Hanne Bergius

Veranstaltung, Vortrag  —  Schau(ins)Fenster Hannah Höch, An der Wildbahn 33

13.06.2026
15:00–16:30 Uhr

Schau(ins)Fenster Hannah Höch

Ort: Hannah-Höch-Haus, An der Wildbahn 33, 13503 Berlin

Der Eintritt kostet 7 Euro.

Wir bitten um Anmeldung.
ausschließlich per E-Mail:

Bitte ggf. Regenschirm mitbringen. Bei starkem
Unwetter findet die Veranstaltung im Museum Reinickendorf statt. Sie erhalten dann eine Nachricht.

 

 

 

 

 

 

Nelly van Doesburg, Piet Mondrian, Hannah Höch, Paris 1924, Foto: Theo van Doesburg, Standort Berlinische Galerie
Nelly van Doesburg, Piet Mondrian, Hannah Höch, Paris 1924, Foto: Theo van Doesburg, Standort Berlinische Galerie

Hannah Höch gehörte in den 1920er-Jahren zu einer Generation internationaler Künstlerinnen und Fotografen, für die die Möglichkeiten mobiler Lebenserfahrungen zu den modernen Herausforderungen zählten, die nach dem I. Weltkrieg neue transnationale Kulturräume eröffneten: menschliche, soziale, genderkritische, ebenso wie kognitive, künstlerische, literarische, mediale.

Hannah Höch war die erste Fotomonteurin in diesem Kreis, die auf den Zug der Moderne sprang, um zugleich das anachronistische Korsett der nationalistischpatriarchalen Ideologien zu sprengen, inspiriert von dadaistischem Widerspruchsgeist und der Forderung, »auf dass Platz geschaffen wird für dasjenige, was die Künstler unserer Zeit wollen, für die KUNST UNSERER ZEIT.« Reisen signalisierte daher eine emanzipatorische kreative Lust an einem realen und konzeptuellen Unterwegssein von Grenzüberschreitungen, die ein experimentelles Vagabundieren auslösten, das auch die medialen Reisen der Fotografien reflektieren sollte – in einer »schrankenlosen Freiheit für H.H.« seit 1919.

Hanne Bergius ist Kunsthistorikerin und emeritierte Professorin, die als führende Expertin für die Dada-Bewegung und den Berliner Dadaismus gilt. In ihren umfangreichen Publikationen erforschte sie insbesondere die Ästhetik der Montage und begründete zudem maßgeblich die moderne Fotobuchforschung.

Begrüßung: Claudia Wasow-Kania, Leitung Bildung und Vermittlung

Eine Kooperation des Museums Reinickendorf mit dem Förderverein Künstlerhaus Hannah Höch e.V.